Igel schützen
Igel sind in unseren Gärten unterwegs – und brauchen unsere Rücksichtnahme. Sie sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Tagsüber schlafen sie häufig unter Hecken, Büschen, Laubhaufen oder im hohen Gras. Bei Gefahr flüchten sie nicht, sondern rollen sich zusammen. Auch aufgrund ihrer Färbung können sie bei Gartenarbeiten leicht übersehen und schwer verletzt werden.
Bitte beachten Sie deshalb:
Vor dem Mähen Rasen, hohes Gras, Hecken und Sträucher nach Igeln absuchen. Einmal gründlich Nachsehen rettet Leben. Rasentrimmer, Tellersensen, Freischneider, Heckenscheren oder Mulcher mit Bedacht einsetzen. Mähroboter nur tagsüber mähen lassen und Bereiche unter Hecken aussparen.
Laub- und Reisighaufen sowie etwas unaufgeräumte Gartenecken bieten wichtige Verstecke und Nahrung.
Sichern Sie Lichtschächte, versehen Sie Teiche mit Ausstiegshilfen und kontrollieren Sie Kellertreppen regelmäßig.
Zäune sollten für Igel durchlässig sein. Eine kleine Öffnung am Boden ermöglicht ihnen den Wechsel zwischen Gärten.
Verzichten Sie auf Gift und Schneckenkorn.
Auch jetzt im Herbst sind noch zum Teil kleine Jungtiere unterwegs. Deshalb sollte man einen aktiven, unverletzten Fund-Igel nicht gleich einfangen, sondern erst einmal beobachten. Möglicherweise ist es ja eine Mama, die von ihren Jungen gebraucht wird. Oder es ist ein Jungtier, das noch von der Mutter versorgt wird.
Igel gefunden?
Ein Igel, der tagsüber herumläuft, verletzt ist, apathisch wirkt oder offensichtlich geschwächt und schlank ist, benötigt Hilfe. Einen verletzten Igel am besten erst einmal in einem hohen Karton „sichern“, den man mit einem Handtuch und einer Schale Wasser ausstattet. Bitte wenden Sie sich an eine Igelpflegestelle oder einen igelkundigen Tierarzt und bringen Sie ein verletztes Tier nicht einfach irgendwohin, sondern klären Sie die Aufnahme vorher telefonisch ab.
Igel fressen Insekten, Engerlinge, Maden und Larven. Sie sind Fleischfresser. Deshalb nie mit Getreide, Körnern, Nüssen, Rosinen, Vogelfutter, Brot, Gemüse oder Obst füttern. Auch Milch ist völlig ungeeignet.
Weitere Informationen – auch zu geeignetem Futter - finden Sie auf der Homepage des NABU Metzingen:
Bild zur Meldung: Igel und Rasenmäher