Der Lenkungskreis für Nahwärme intensiviert die Planungen. Ziel ist die Gründung einer Energiegenossenschaft mit weiteren schlauen Köpfen


Wie geht’s weiter?

Die Gründung einer Energiegenossenschaft sowie die weiteren Schritte für die zügige Umsetzung des Nahwärmenetzes braucht schon im Vorfeld sehr viel Energie. Der Lenkungskreis sucht daher weitere schlaue und engagierte Köpfe, die sich einbringen, damit die Bürgergenossenschaft von Beginn an möglichst viele Bewohner bei wichtigen Fragen vertreten kann.

Der Lenkungskreis trifft sich das nächste Mal

am Mittwoch, 24. Juni, um 18.00 Uhr
im Bürgersaal

um die Weichen für die Genossenschaftsgründung zu stellen.

Interessenten sind herzlich eingeladen, sich im Vorfeld mit einem der bisherigen Mitglieder in Verbindung zu setzen. Diese sind: Stefan Allgaier, Harald Haible, Tim Hummel, Fritz Müller, Stefan Reissner, Bernd Schiller, Martin Schmauder und BM’in Franziska Kenntner. Um sich in der Genossenschaft engagieren zu können, muss man übrigens nicht zwingend selbst Eigentümer eines Anschlusses sein.

Wo stehen wir?

Fast 160 Mehrstetter*innen haben bisher ihr Interesse an einem Anschluss an das Nahwärmenetz bekundet. Ein erster Erfolg der zeigt: Eine verlässliche, preisstabile und nachhaltige Wärmeversorgung mit regionalen Holzressourcen hat Charme! Der Lenkungskreis ist sich daher einig, dass das Projekt jetzt fortgesetzt werden muss, um die hohen Erwartungen der Bewohner nicht zu enttäuschen.

Um das weitere Vorgehen zu besprechen, traf man sich am vergangenen Dienstag nochmals in kleiner Runde und hat dazu auch Herrn Winkler vom Genossenschaftsverband BW, Herrn Unöder von der Fa. Enerpipe und Herrn Dold von der Klimaschutzagentur Reutlingen eingeladen. Herr Winkler hat den Anwesenden erklärt, was es jetzt noch alles braucht, um eine Genossenschaft gründen zu können. Es wurde festgestellt, dass die Planungen bereits sehr weit sind und der nächste Schritt daher tatsächlich sein wird, zeitnah eine Gründungsversammlung abzuhalten. Die Rechtsform der Genossenschaft soll gewählt werden, damit die Wärmeversorgung vor Ort auch vom Bürger, für den Bürger, mit möglichst attraktiven Preisen sichergestellt werden kann.

Voraussichtliche Preisstruktur?

Die Firma Enerpipe, Herr Unöder, hat die Machbarkeit des Nahwärmenetzes für alle Anschlussnehmer gerechnet und bestätigt. Die Ergebnisse zeigen, dass die voraussichtlichen Kosten für den flächendeckenden Anschluss (inklusive des Teilorts Greut) wirtschaftlich attraktiv gestaltet und mit Heizöl mehr als nur konkurrieren können. Zur Finanzierung des Wärmenetzes wird mit einer einmaligen Anschlussgebühr je Gebäude von rund 6.000 € gerechnet, verglichen mit einer neuen Ölheizung ein echter Vorteil. Für die langfristige Planung wird zudem voraussichtlich ein monatlicher Grundbeitrag von etwa 25 € im Monat sowie ein Arbeitspreis je Kilowattstunde von etwa 7,8 – 8,2 Cent veranschlagt. Das genaue Preismodell wird schließlich durch die Genossenschaft festgelegt. Bei allen Beteiligten besteht Einigkeit, dass die Genossenschaft nicht gewinnorientiert arbeiten soll. Oberstes Ziel soll es sein, eine möglichst günstige und verlässliche Wärmeversorgung für die Anschlussnehmer anbieten zu können.